Freude am Detail

Jennifer HohensteinerVonJennifer Hohensteiner

Freude am Detail

Hotel Monopol, ein geschütztes Denkmal, wurde 1905 im neoklassichen Stil erbaut. Die schönen architektonischen Designdetails aus dieser Zeit sind auch ein Grund, weshalb wir uns freuen, die CZT-Europa Seminar 2019 hier zu veranstalten. Seitdem ich tangle, bemerke ich künstlerische Details verstärkt und betrachte sie auch genauer. Ich erkenne oft Muster, die unseren Tangles ähneln, ich finde Inspiration für neue Tangles und ich entdecke neue Wege, Muster miteinander zu kombinieren. Ach ja und manchmal bewundere ich sie einfach!

Letzte Woche habe ich mit meiner Kamera (auch als „Smartphone“ bekannt) einen kurzen Zwischenstopp beim Hotel gemacht, und ging damit auf der Suche nach solchen schönen Details. Wie ihr sehen könnt, bin ich fündig geworden! Die folgende Bilder stellen eine kleine Auswahl dar:

Im Übrigen sage ich absichtlich nicht viel zum Kontext, oder woher ich die Fotos habe. Wenn ihr zum Seminar oder CZT-Tag kommt habt ihr dann selbst die Freude, diese und noch weitere Details zu entdecken. Und bestimmt haben sie eine gewisse Inspiration auch für diejenigen, die nicht zum Seminar kommen.


Dieses Gitter finde ich total raffiniert. In der Mitte sieht man ein Stern, aber die Strahlen sind eine Überraschung. Das wäre ein interessanter String, wenn man es nachzeichnen könnte. Es erinnert auch an das Muster “Vache”:

Ist das nicht ein Dingbatz?

Und dann gab es dieses Dingbatz-Fund. In Zentangle-Kreisen besteht immer noch eine gewisse Unklarheit, was ein Dingbatz ist. Inzwischen finde ich das gar nicht so schlecht. Denn wenn etwas zu genau definiert wird, lässt es nicht genug Freiraum für die Kreativität. Und den Freiraum von Kreativität wollen wir ja grundsätzlich nicht einschränken. Soviel kann man aber zu Dingbatz sagen: Dingbatz sind die Zentangle-Spielart von “Dingbats” – kleine graphische Ornamente, die aus dem Druckbereich stammen. Diese kann man zum Beispiel in älteren Texte und Bücher finden, gerne am Ende eines Kapitels, oder als Rahmen um ein Gedicht. Sie waren Verzierung und Platzhalter zugleich.

Und jetzt habe im Hotel Monopol sogar ein dreidimensionales Dingbatz gefunden! Vielleicht dient auch dieses Dingbatz sowohl eine schmückendes als auch eine strukturelle Funktion.

Und weil es wirklich so wunderschön ist, schließe ich mit einem kleineren Ausschnitt vom Foto, das über diesen Beitrag steht. Weil das bestimmt eines meiner Lieblingsdetails im ganzen Hotel Monopol ist:

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